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Wärmebildkamera für die Jagd: Kaufberatung & Test 2021

Zuletzt aktualisiert: 18.01.2021

Wärmebildgeräte Jagd - Test 2021 - Thumbnail

Um das für das Revier passende Wärmebildgerät zu finden sollten Sie sich folgende Fragen stellen: 1) Wie setzt sich mein Revier zusammen und welche Reichweite benötige ich? 2) Welches Budget bin ich bereit auszugeben, um die beste Leistung für diese Reichweite zu erhalten? Grundsätzlich gilt: Je mehr Reichweite benötigt wird, desto teurer werden die Wärmebildkameras. ABER: Reichweite ist nicht alles!

Auch wenn diese beiden Fragen die grobe Richtung für den Wärmebildkamera Kauf vorgeben – Es sind nicht die einzigen Faktoren, die das optimale Gerät für Sie und Ihr Revier ausmachen. Im Folgenden haben wir uns die Kriterien für die Auswahl, passende aktuelle Geräte und die Neuerung für die Saison 2020 / 2021 genauer angesehen. Da wir alle Geräte zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Erfahrungsberichts vorliegen haben, können wir die realen Leistungen und sowie unsere subjektiven Eindrücke mit Ihnen teilen.

Welche Wärmebildkamera passt zu meinem Revier?

Der Einfluss des Revieres ist bei der Auswahl  der passenden Wärmebildkamera besonders groß. Da ich als Händler viele Geräte zum Test im Revier zur Verfügung habe, bin ich natürlich geneigt die leistungsfähigsten Geräte bei der Jagd einzusetzen. Ich wähle aber nicht immer dasselbe Gerät. Der Grund ist, dass Leistung, Maximale Reichweite & Detail-Schärfe des Bildes nicht alleine ausschlaggebend für den Jagderfolg sind – Denn das Gerät muss zum Revier passen:

Revier – Das Revier und die Art der Jagd sind wohl die bedeutendsten Faktoren, die zu unterschiedlichen Entscheidungen bei den Jägern bzgl. Ihrer Wärmebildkamera führen. Wer ein Revier mit einer Menge an Situationen mit großen Distanzen besitzt, benötigt ein anderes Gerät, als ein Jäger, welcher überwiegend Waldrevier besitzt. Andere Jäger wiederum haben ein Mischrevier aus Feld und Wald und müssen mit Ihrem Wärmebildgerät in unterschiedlichen Distanzen arbeiten können.

Kirrungsdistanz – Ich jage häufig auf der Kirrung im Wald. Die Anforderung an das Wärmebildgerät in dieser Situation sind Ansprechen auf eine Reichweite von unter 100m und ein breiter Blickwinkel durch das Gerät. Die absolute Leistung ist hier nicht alleine ausschlaggebend, da die Reichweiten selten über 100m gehen. Wichtig hingegen ist ein breites Blickfeld, um früh zu sehen wann das Wild anwechselt.

Was macht das Sichtfeld der Kamera aus? Das Sichtfeld wird nicht nur vom Objektiv (also der Linsen der Kamera) beeinflusst, sondern auch von der Anfangs-Vergrößerung des Wärmebildgerätes. Als Beispiel: Das Pulsar Helion XP50 beginnt mit einer Anfangsvergrößerung von 2,5fach. Das wesentlich günstigere XQ50F hat eine Grundvergrößerung von 3,1fach. Was ist nun “besser”? Universeller einsetzen lässt sich auf jeden Fall das XP50, da es einen breiteren Blickwinkel zulässt.

Feldrevier – Bei großem Feld-Anteil im Revier sollten Sie ein Gerät mit ausreichend Reichweite wählen. Bevor Sie das Wild angehen, schauen Sie auf dem Feld über Distanz, wo sich das Wild befindet und versuchen es bereits aus der Ferne anzusprechen. Die effektive Reichweite der Wärmebildgeräte zum Ansprechen bewegt sich bis hin zu 300m bei den leistungsstärksten Geräten.

Mischrevier – Viele Jagdreviere haben sowohl Feld als auch Wald. Die Wärmebildkamera kann idealer Weise also in beiden Umgebungen optimal arbeiten. Dies muss kein Kompromiss sein. Die Pulsar XP Geräte haben beispielsweise höchste Reichweiten und gleichzeitig ein breites Sichtfeld, kombiniert mit einer geringen Grundvergrößerung, sodass der Jäger auch im Wald auf kurze Distanz ein ausreichend breites Sichtfeld hat.

Was macht eine gute Wärmebildkamera aus?

Sensor-Technologie & Sensor-Auflösung – Der Sensor ist das Herz-Stück des Wärmebildsystems. Die Technologie des Sensors sowie die Auflösung setzen den Rahmen für das Leistungs-Niveau des gesamten Systems. Professionelle Wärmebildsysteme verweden Mikrobolometer Sensoren (Pulsar, Nitehog) oder immer häufiger Vanadium-Oxid (VOx) / Keramik-Sensoren (Xeye, HIK). Die Sensoren-Auflösung reicht von Einsteigergeräten mit 160 x 120 Pixeln bishin zu aktuellen Profi-Geräten mit 640 x512 Pixeln.

Blickwinkel im Vergleich - Wärmebildgeräte TestObjektiv-Größe – Das Objektiv stellt den Kontakt zwischen Wärmesignatur des Wildes und Sensor her. Je größer und hochwertiger das Objektiv, desto besser das Signal mit dem der Sensor arbeiten kann. Das Objektiv hat jedoch etwas weniger Einfluss auf die Gesamtleistung als der Sensor. Typische Objektive reichen von unter 20mm bis 50mm. Hobbi-Geräte haben häufig deutlich kleinere Objektive.

Grundvergrößerung & Blickwinkel – Die Grundvergrößerung und der Blickwinkel sind häufig unterschätze Faktoren der Wärmebildkamera. Grundsätzlich sollte der Blickwinkel des Gerätes möglichst breit und die Anfangsvergrößerung gering sein – nicht hoch, wie manch einer vermutlich denken könnte! Der Grund ist, dass dem Jäger das breite Blickfeld im Revier häufig wesentlich wichtig ist, als größe Vergrößerungen.

Ein Wort zum Zoom: Der Zoom gibt die Vergrößerung des Bildes an. Wärmebildgeräte haben üblicherweise einen Digital-Zoom, keinen optischen Zoom wie die Tageslichtoptik. Das heißt, dass sich die Bildqualität mit Zunahme der Vergrößerung deutlich verringert.

TIPP: legen Sie nicht zu viel Wert auf die Vergrößerung! Diese spielt im Revier häufig eine untergeordnete Rolle, da das Ansprechen bei größter Zoom-Stufe häufig nicht möglich ist. Mit anderen Worten – eine 20fache Vergrößerung bringt im Einsatz kaum etwas – wichtig ist, dass das Bild in der Anfangsvergrößerung sauber und scharf ist. Die ersten zwei Zoom Stufen werden dann sicher nochmal benutzt. Vergrößerungen von 8fach und mehr sind hingegen kaum hilfreich.

Display – Wärmebildgeräte haben ein Display, das man durch den Sucher am Ende des Gerätes sehen kann. Zum Einsatz kommen AMOLED und LCOS Display mit VGA (640 x480)  bis HD Auflösung (1.280 x 960 Pixel)

TIPP: legen Sie auch hier nicht zu viel Wert auf die Auflösung des Displays. Die Gesamtleistung ist entscheidend. Beispiel: ein Pulsar Helion XP50 hat eine Display Auflösung von “nur” 640 x 480 Pixeln, kostet aber mehr als doppelt so viel wie ein Xeye E3 Pro (Display 1.024 x 768 Pixel) – Die Leistung ist des XP50 ist liegt dennoch massiv über der des E3 Pro.

Lautstärke – Ein weiteres Kriterium für die passende Wärmebildkamera für Jäger ist außerdem die Lautstärke des Verschlusses. Im Grunde sind die Wärmebildgeräte aufgrund der Digital-Technik lautlos was den Sensor und das Display anbelangt. Jedoch macht der Verschluss (Im Sinne eines Kamera-Verschlusses) ab und zu ein Geräusch. Üblicherweise kalibriert die Kamera beim Start ein Mal – das Bild “friert dabei kurz ein” und es gibt ein leises “Klack“-Geräusch. 

Dieses Geräusch ist bei manchen Geräten lauter, bei anderen leiser – Bei einigen Geräten hat man nun als Jäger Bedenken, ob das Wild bei ungünstigem Wind dieses Geräusch wahrnehmen könnte.

Im fortlaufenden Betrieb wird der Verschluss entweder automatisch oder manuell ausgelöst, um das Bild zu kalibrieren und besser darstellen zu können.

Neuerungen im Jahr 2021 – Im Jahr 2020 kamen sehr viele neue Geräte aber auch weitere Hersteller auf den Markt. Zum einen war Infiray mit der Neuauflage der erfolgreichen Xeye Geräte vertreten (Xeye V2.0). Viele OEM Hersteller haben diese außerdem unter ihren Marken vertrieben. Neben Infiray hat die Firma HIK (ehemals HIKvision, nun HIKmicro) neue Geräte für alle Preisklassen vorgestellt.

HIK hat sich bereits bei Behörden und Industrie einen Namen gemacht und ist einer der größten Ausrüster für Sicherheits- und Überwachungstechnik in China und weltweit. Nun tritt HIK erstmals im Bereich der Beobachtungsgeräte für Jagd & Outdoor an und hat sehr gute Geräte vorgestellt (Test weiter unten). 

Der bei vielen Jägern beliebte und altbekannte Hersteller Pulsar ist gerade in der zweiten Jahreshälfte 2020 häufig im Lieferverzug mit seinen Wärmebildgeräten. Händler-Bestellungen werden zeitweise nur quoten-mäßig gefüllt und die Kunden warten damit lange auf ihre Geräte. 

In Sachen neuer Technologien ist die Umstellung von 17 auf 12 Mikrometer Sensoren zu nennen. Pulsar mit der Axion / Axion Key Serie erste Geräte mit 12µm Pixelintervall ausgeliefert, liefert das kürzlich erschiene Axion XQ38 jedoch leider wieder mit 17µm Detektor aus. HIKmicro ist hier weiter. Alle aktuellen Geräte besitzen bereits einen 12µm Detektor. Ebenso die Xeye V2.0 Geräte von Infiray. Neben dem Pixelintervall wird die Sensitivität der Sensoren laufend verbessert (HIK punktet hier mit seinem 35mm Gerät und NETD-Wert von “kleiner 35mK” – sehr gut!).

 

Revier & Technik - Die Zusammenfassung:

Sie sollten die Wärmebildkamera passend zu Ihrem Revier und Jagdverhalten sowie Ihrem Budget auswählen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Je mehr Feld-Anteil im Revier, desto mehr Leistung (und Budget) sollten Sie einplanen, um das optimale Gerät zu finden. Auf Kirrungsdistanz & Waldrevier genügen eventuell auch leistungsschwächere Geräte. Achten Sie weiterhin auf die Anfangsvergrößerung und das Blickfeld – ein breites Blickfeld ist häufig von Vorteil.

Was kostet eine Wärmebildkamera für die Jagd?

Die Preise für Wärmebildgeräte wie sie zur Jagd eingesetzt werden beginnen bei 400 EUR. Die Geräte mit höchster Reichweite kosten bis zu 4.000 EUR. Bei Jägern beliebte Geräte bewegen sich häufig im Preisbereich zwischen 1.000,- EUR und 2.500,- EUR.

Was ist ein Wärmebildvorsatzgerät?

Die bisher besprochenen Geräte behandeln Handgeräte zur Beobachtung. Es gibt aber auch Vorsatzgeräte, die auf die Tageslichtoptik (Zieloptik) geklemmt werden, und es erlauben in der Dämmerung und Dunkelheit zu jagen (Rechtslage beachten!) – hier spricht man von “Vorsatzgeräten” (“vor eine Optik montiert”). Weitere Informationen finden Sie hier.

Was bedeutet Dual-Use? 

Viele Wärmebildvorsatzgeräte werden als “zweifach nutzbar” (dual-use) gekennzeichnet. Dies bedeutet schlichteweg, dass das Vorsatzgerät auch als Handgerät genutzt werden kann. Entweder wird hierzu ein Okular mitgeliefert – oder man schaut einfach durch den Klemmadapter, sofern das Gerät nicht auf der Tageslicht-Optik montiert ist. Wir empfehlen jedoch sich ein separates Handgerät und ein Vorsatzgerät zuzulegen. Die (leise & schnelle) Montage bei der Pirsch oder auf dem Ansitz ist häufig nicht realistisch.

Übersicht aktueller Wärmebildgeräte

In folgender Übersicht finden Sie unsere Empfehlungen zur aktuellen Wärmebild Handgeräten für die Saison 2020 / 2021. Wir haben die Geräte nach Leistungsklassen sortiert und jedes Budget dabei berücksichtigt – Von Einsteiger-Geräten über die Mittelklasse bishin zu den leistungsstärksten Geräten.

Test & Empfehlung

Einsteigergerät für kurze Distanzen – Sehr gute Ausstattung

HIK Micro LC06 Wärmebildkamera
465,00 

HIK DS-2TS01 Wärmebildkamera

Die günstigste Wärmebildkamera, die aktuell häufiger bei Jägern in Einsatz ist. Vorteil: Extrem günstiger Preis mit brauchbaren Leistungen auf kurze Distanzen (sofern ausreichend große Wärmequellen). Bemerkenswert ist die gute Ausstattung – Sogar 2x / 4x Zoom und WLAN sowie Video-Aufnahme sind an Bord!

Das HIK 6.2mm ist überraschend leistungsstark auf kurze Distanzen. Es kommt mit kleinen Wärmequellen (Hasen) weniger gut zurecht, ist bei größeren Wärmequellen bis 50m aber durchaus eine passable Wahl für Jäger, die ausschließlich auf kürzeste Distanzen jagen. 

Das Gerät ist sehr leicht (250g) und man kann es sehr gut “immer” in der Jackentasche mit sich führen. Die Startzeit ist etwas länger als gewünscht (8s), da es aber eine extrem lange Akkulauftzeit hat (10h) kann man es praktisch dauerhaft eingeschaltet lassen.

Das Okular ist angenehm Groß, sodass es auch bequem mit Brille eingesetzt werden kann – auch eine Dioptrieneinstellung ist vorhanden. Der Verschluss ist ist leise und das “Klacken” eher sanft.

Tipp: Gutes Standby-Gerät in Verbindung mit einem leistungsfähigen Vorsatzgerät zum Ansprechen!

Zum ausführlichen Geräte-Test des HIK 6.2mm

Einsteigergerät für kurze Distanzen – größerer Sensor & Objektiv – Gutes Gerät für Pirschgänger & Waldjäger

Xeye E2n Wärmebildkamera
890,00 

Xeye E2n Wärmebildkamera

Günstigste Xeye Wärmebildkamera im Wettbewerb. Gutes Bild, für mittlere Kirrungsdistanzen ausreichend. 2facher Zoom und 4 Farbpaletten mit an Bord. Egonomisches Gehäuse und guter Sucher (angenehmes Okular).

Das Xeye E2n ist das Einsteigergerät von Xeye. Es ist wasserdicht, robust und verfügt über eine extrem lange Akkulaufzeit (15h durchgehend). Dies ist durch den sparsamen Keramik-Sensor möglich. Die effektive Reichweite zum Ansprechen liegt bei rund 60m. 

Vorteil des E2n ist das breite Blickfeld von 31m, was das Gerät für die Kirrung und Waldjäger prädestiniert. Das Gerät verfügt über einen 2fachen Zoom sowie 4 Farb-Auswahlmöglichkeiten sowie eine Dioptrienverstellung. Der Verschluss des E2n ist sehr leise. Das E2n sowie das E3n sind auch bei weniger Technik-Begeisterten sehr beliebt. Die Bedienung ist besonders einfach: Einschalten – Durschauen – Ansprechen! Keine unnötigen Einstellungen und Extras.

Das E2n ist ebenfalls ein sehr gutes Standby-Gerät in Kombination mit einem leistungsfähigen Wärmebildvorsatzgerät zum Ansprechen auf Distanz. Es eignet sich bestens für das Abglasen zu Fuß oder aus dem Auto, da der Fokus fixiert ist und nicht mit der zweiten Hand justiert werden muss. 

Einsteigergerät / Mittelklasse für kurze/mittlere Distanzen – günstigstes Gerät mit dem großen Sensor der Xeye Reihe

Xeye E3n Wärmebildkamera
1.290,00 

Xeye E3n Wärmebildkamera

Besonders beliebtes Gerät bei Jägern durch den Kompromiss aus geringem Preis, einfacher Bedienung und langer Akkulaufzeit. Das Gerät eignet sich für kurze und mittlere Distanzen. Der große VOx-Sensor (384 x 288 Pixel) in Kombination mit dem fixierten Fokus und extrem langer Akku-Laufzeit ist besonders attraktiv. Viele Jäger, die “keine technischen Spielereien” benötigen, greifen gerne auf das E3n zurück. Da der Fokus fixiert ist (man muss also das Bild nicht vorne am Gerät scharf stellen) ist die Bedienung auf für weniger Technik-Begeisterte sehr einfach. Anschalten und Durchschauen – fertig! Außerdem besitzt das E3n ein breites Sichtfeld – perfekt für die Kirrung!

Das Xeye E3n wird besonders gerne von Jägern eingesetzt, da es viele Jagdsituationen meistern kann und dabei den Kompromiss aus Preis/Leistung optimal meistert. Die Reichweite zum Ansprechen genügt bis über die Kirrung hinaus, die Kosten halten sich jedoch im Rahmen. 

Das E3n verfügt über dieselbe Ausstattung wie das E2n (Farbpaletten, Zoom), jedoch mit dem deutlich größeren Sensor (384 x 288 Pixel), welcher auch in den deutlich teureren Xeye Geräten zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zum E2n hat es 2x / 4x Zoom. Viele Kunden berichten vom optimalen Gerät aus Leistung und Preis. 

Mehr zum Xeye E3n erfahren – Hier entlang!

Mittelklasse für Distanzen bis 125m – günstigstes Gerät mit 12-Mikrometer-Technologie! Echtes “Pulsar-Gefühl” zum kleinsten Preis.

Pulsar Axion XM30s Wärmebildkamera
1.589,00 

Pulsar Axion XM30s Wärmebildkamera

Günstigstes Pulsar in dieser Vergleichsgruppe: Überzeigende Leistung aufgrund des modernsten Sensors mit 12 Mikrometer Technologie (wesentlich mehr Leistung als 17 Mikrometer Sensoren!) – Gute Ausstattung und Pulsar-typische ergonomische Bedienung.

Das XM30s hat der Axion Baureihe einen respektablen Leistungssprung verschafft. Wo wir von den ersten Geräten der Serie (Axion Key & Axion XM30) nicht allzu überzeugt waren, hat das XM30s extrem zugelegt. Es kommt dem Bediengefühl und der Bildleistung der wesentlich größeren XQ-F Geräte von Pulsar bereits sehr nahe. 

Das Gerät verfügt über die mit Abstand größte Leistung der Kompaktgeräte im Vergleichsfeld. Trotz des geringen Gewichts und der Abmessungen, die leicht in eine Faust passen, hat das Gerät eine Leistung wie andere Mittelklasse Geräte. 

Tipp: Das XM30s hat einen sehr guten Sucher, welcher sich gut für Brillenträger eignet. Das Bild ist schön groß und Wild damit gut anzusprechen. Etwas eingeschränkter ist das Gerät beim Blickwinkel. Der Verschluss des Gerätes ist Pulsar-typisch sehr leise. Weitere Informationen zu den Pulsar Axion Wärmebildkameras.

Zum Geräte-Test des Axion XM30s von Pulsar

Obere Mittelklasse für Distanzen bis 225m – top Ausstattung, gute Bedienung und vor allem überragender Detektor mit 35mK Sensibilität!

1.890,00 

HIK micro OWL OH35 Wärmebildkamera

Neuheit (Oktober 2020!)

Das HIK mit 35mm Objektiv (HM-TS03-35XF/W-OH35) liefert eine sehr gute Leistung für diesen Preis. Hohe Erkennungsreichweite, top Ausstattung und ein angenehm großes Okular. Die Besonderheit ist der extrem sensitive Detektor, welcher Temperatur-Differenzen bereits unter 35 Mikro-Kelvin wahrnimmt (Konkurrenz idR 40mK oder 50mK!).

Das HIK 35mm ist der aktuelle Paukenschlag und Preis-Leistungs-Tipp im Markt für Wärmebild Beobachtungsgeräte. Der Grund: absolut überzeugender Detektor mit gestochen scharfem Bild aufgrund des 35mK-Sensors mit 384 x 288 Pixel.

Die Ausstattung lässt keine Wünsche offen: WLAN, Video-Aufnahme, Bild-in-Bild-Funktion, stadiametrischer Entfernungsmesser und alles was sonst den Oberklasse-Geräten vorbehalten ist. 

Dieses Gerät eignet sich insbesodere auch für Feldflur Jäger und Reviere mit hohem Feld-Anteil. Das Blickfeld bewegt sich als Universal-Gerät mit 19m Breite im Mittelfeld der Vergleichsgeräte. Der Verschluss des Gerätes bewegt sich ebenfalls im Mittel der Skala – nicht so leise wie ein Pulsar-Gerät – aber auch nicht laut.

Obere Mittelklasse – Ansprechen ab 260m – sehr gute Ergonomie – Top Okular mit sehr geringem Ermüdungsfaktor

Xeye E3 Plus V2.0 Wärmebildkamera (1)
2.049,00  1.979,00 

Xeye E3 Plus V2.0 Wärmebildkamera

Das Xeye E3 Plus V2 ist das kleinste Gerät der neuen V2.0 Serie von Xeye. Es kommt als Nachfolger des E3 Pro auf den Markt und wurde im Spätsommer 2020 erstmals ausgeliefert.

Die V2.0 Geräte vereint die überarbeitete Bedienung der Geräte (Beste Fokussierung und absolut unkomplizierte Bedienung bei absoluter Dunkelheit) sowie der neue 12µm Sensor, der in allen V2 Geräten (in unterschiedlicher Auflösung eingesetzt) wird. Überzeugend ist die sehr schnelle Software, verbesserte Farbpaletten und eine Ausstattung, dei keine Wünsche übrig lässt (Wlan, Recorder, Sehr guter Fokussier-Ring)

Das E3 Plus V2 – Unser aktueller VENARI-Tipp im Bereich Universal-Wärmebildkamera (Preis / Leistung / Bedienung – ein sehr gutes Gesamtpaket): Das E3 Plus V2.0 ist eine sehr beliebte univerelle Wärmebildkamera für die Jagd. Vorteil des Plus sind sehr gute Bildschärfe (deutlich besser als das alte E3 Pro), das hochaufgelöste Display (1.280 x 960 Pixel) und der sehr gut justierbare Fokus (sehr fein einstellbar – einfach top). 

Das E3 Plus V2 ist vielseitig einsetzbar. Es hat ein schön breites Sichtfeld und ist auch auf längere Distanzen ein sehr gutes Gerät zum Ansprechen.

Zum Geräte-Test des E3 Plus V2!

Obere Mittelklasse – Ansprechen ab 360m – sehr gute Ergonomie – Top Okular mit sehr geringem Ermüdungsfaktor

2.079,00 

Xeye E3 Max V2.0 Wärmebildkamera

Das neue E3 Max V2.0 ist ein absolutes Profi-Wärmebilgerät. Hohe Ansprech-Leistung, umfassende Ausstattung und die top Bedienung und Ergonomie der V2 Serie von Xeye überzeugen sofort. 

Das Xeye E3 Max wurde in der Version V2 im Spätsommer 2020 auf den Markt gebracht. Es kommt als Nachfolger des E3 Max. Mit dem neuen 12µm Sensor ist das Bild des V2 sichtbar detaillierter und die Abstufungen in der Darstellung der Wärmebildsignatur wurden nochmals verfeinert. 

Das Max eignet sich vorallem für die Distanz. Für Reviere mit bedeutendem Feld-Anteil und der Notwendigkeit auf höhere Distanzen anzusprechen, ist dieses Gerät genau richtig. Die Grundvergrößerung des Max ist deutlich höher als beim kleineren Plus oder größeren E6 Plus. Für das Waldrevier und die Kirrungsjagd mag diese Kamera dem ein oder anderen Jäger damit ein zu enges Sichtfeld bieten. Auf Distanz ist das Max mit seiner sehr guten Darstellung hingegen genau das richtige Gerät.

Zum Geräte-Test des E3 Max V2!

Oberklasse – Ansprechen ab 425m – sehr gute Ergonomie – Besonders breites Sichtfeld – Intuitive Xeye Bedienung 

Xeye E6+ V2 Wärmebildkamera
2.889,00 

Xeye E6 Plus V2.0 Wärmebildkamera

Das Xeye E6 Plus V2 ist ein Geheimtipp in der Oberklasse professioneller Wärmebildgeräte. Es besitzt den großen Sensor (640 x 512px) des größeren E6 Pro und ansonsten das Objektiv und Gehäuse des E3 Max. Das Ergebnis sind sehr gute Bildleistungen in kompakten Gehäuse. 

Das E6+ V2.0 ist besonders wegen des breiten Sichtfeldes von 21m auf 100m Entfernung auch für Waldreviere und Kirrungsdistanz und je nach Revier damit dem E6 Pro V2 (Höhere Leistung aber schmaleres Sichtfeld) zu bevorzugen.

Zum Geräte-Test des E6+ V2!

Oberklasse – Ansprechen ab 500m – Flaggschiff der Pulsar Helion Serie – Besonders hohe Sensitivität des Detektors und dadurch detailreiches Bild – Bewährte Pulsar Bedienung & Ausstattung

Pulsar Helion 2 XP50
3.449,00  3.390,00 

Pulsar Helion 2 XP50 Wärmebildkamera

Nachfolger des extrem erfolgreichen XP50 – verbesserte Temperatur-Sensibilität des Detektors (nun ab 40mK, zuvor ab 50mK) – gewohnt gute Ausstattung, Bedienung und Leistung des Gerätes

Das Helion 2 XP50 kam in der ersten Jahreshälfte als Nachfolger des Helio XP50 auf den Markt. Das Gerät ist weitgehend mit dem Helion 1 identisch. Die Neuerung betrifft den Sensor des Gerätes, der nun noch geringere Temperatur-Differenzen wahrnehmen kann (ab <40mK NETD).

Einen Vorteil hat das Helion 2 bei schlechten Sichtverhältnissen. Insbesondere bei starkem Nebel sind bei diesem Gerät noch mehr Leistungsreserven abzurufen.

Oberklasse – Ansprechen ab 500m – Top-Modell der Xeye V2.0 Serie – Intuitive Xeye Bedienung und sehr hohe Ansprech-Leistung

Xeye E6 Pro - Wärmebildkamera
3.089,00 

Xeye E6 Pro V2.0 Wärmebildkamera

Flagschiff-Modell von Xeye – Sehr hoch aufgelöstet Sensor und massives Objektiv. Gute Ausstattung und Ergnonomie. 

Das E6 Pro ist das Flaggschiff von Xeye. Es besitzt einen sehr guten Sensor mit großer Auflösung (640 x 512 Pixel) sowie ein LCOS Display mit 1.280 x 960 Pixel.

Xeye typisch lässt sich das Gerät sehr gut Fokussieren und ermüdungsfrei nutzen. Das Okular ist angenehm groß. Der Verschluss des E6 Pro ist etwas lauter als bei den Helion Geräten – insgesamt aber als leise zu bezeichnen.

Zusammenfassung

Es gibt viele Wärmebildgeräte für Jäger am Markt. In diesem Bericht haben Sie eine Auswahl professioneller Geräte gesehen, die aktuell von vielen Jägern genutzt werden. 

Stellen Sie sich für Ihre Kamera die Fragen:

1) Wie setzt sich mein Revier zusammen und welche Reichweite benötige ich?
2) Welches Budget bin ich bereit auszugeben, um die beste Leistung für diese Reichweite zu erhalten? Grundsätzlich gilt: Je mehr Reichweite benötigt wird, desto teurer werden die Wärmebildkameras. 
Weitere Faktoren sind: Möglichst breiter Blickwinkel (für die Kirrung / Waldreviere) und leiste Verschlussmechanik. 

Haben Sie Fragen oder wünschen persönliche Beratung zu den Geräten? Kontaktieren Sie uns gerne per Telefon (0441 / 950 66 8 66) oder über unten aufgeführtes Kontaktformular! Wir melden uns kurzfristig bei Ihnen!

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