Auf einen Blick

  • Spricht man von Nachtsicht, sind in der Regel infrarotempfindliche Röhren- oder Digital-Geräte gemeint
  • Wärmebild-Vorsatzgeräte sind jedoch auch nachtsicht-fähig!
  • Vorteil von Nachtsicht: Extrem scharfes Bild und dadurch einfaches Ansprechen sowie eine deutlich bessere räumliche Vorstellung als bei Wärmebild.
  • Vorteil von Wärmebild: Keine Wärmequelle bleibt unentdeckt (insbesondere auch bei Nebel, Regen)

Im Artikel genannte Geräte

Nachtsicht Vorsatzgeräte: Kaufberatung 2021

Zuletzt aktualisiert: 07.03.2021

Ein Nachtsicht Vorsatzgerät vor eine Zieloptik montiert

Nachtsicht Vorsatzgeräte sind Geräte, die vor eine Optik (Zieloptik, Spektiv, Fernglas, Spiegelreflex-Kamera) montiert werden und eine Sicht in der Nacht ermöglichen. Die Geräte kommen als Röhrengeräte und Digital-Geräte daher. Beide Technologien haben vor und Nachteile. Im Folgenden haben wir uns die Thematik genauer angeschaut.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Welche Fragen sollte man sich bei der Auswahl eines Nachtsichtvorsatzgerätes stellen? 

Die Zusammensetzung des Reviers und die Präferenzen bei der Jagd haben natürlich Einfluss auf die Geräte-Wahl. Zu berücksichtigen sind typsische Jagd-Distanzen, typische Wetterbedingungen, Präferenzen bei der Bilddarstellung sowie die Frage nach dem Budget: 

Revier und Jagd-Distanzen – Auf kürzeren (Kirrung) und mittleren Jagddistanzen liegt die Leistung der unterschiedlichen Technologien gleichauf. Gerade bei längeren Distanzen (Hoher Feld-Anteil im Revier) kann es sinnvoll sein Nachtsichttechnik (Röhre oder Digital) vorzuziehen, da das Ansprechen bei hohen Distanzen mit Nachtsicht wesentlich exakter ist. 

Typische Witterungsbedingungen – Nachtsichttechnik ist “witterungsempfindlich”. Nebel und Regen beinträchtigen die Sicht und brechen das IR-Licht, bzw. Rest-Licht. Wer in seinem Revier bei typischen Jagdsitatuionen häufig z.B. mit Nebel zu kämpfen hat, sollte dies bei der Wahl der Nachtsichttechnik berücksichtigen. Wärmebild ist hierbei weniger beeinträchtigt.

Bilddarstellung & Ansprechen – Bevorzuge ich ein “echtes Bild” oder eine Wärmesignatur? Nachtsicht liefert ein reales Bild, das auf (Infrarot-)Licht basiert. Wärmebild hingegen überträgt Temperatur-Nuancen in ein für das menschliche Auge sichtbares Bild – es ist also kein “echtes Bild” sondern eher eine Bild-Interpretation durch eine Software. Wer sich für Nachtsicht entscheidet legt häufig Wert auf ein Licht-basiertes reales Bild, da nur durch dieses Bild wirklich exakt angesprochen werden kann.
Röhre oder Digital – Weiterhin sind hier noch Digital und Röhre zu unterscheiden. Bei der digitalen Nachtsicht schaut der Jäger durch sein Glas auf einen Monitor. Auch hier findet eine Software-Bildverarbeitung statt – die Darstellung kommt dem “realen Bild” aber bereits sehr nahe. Wer auch diese Bildverarbeitung ausschließen möchte und direkt durch sein Glas in die Nacht schauen möchte, sollte sich unbedingt bei den Röhren Nachtsicht-Geräten umschauen. (siehe auch Anmerkungen weiter unten im Text.) 

Budget – Die Preise für Nachtsichttechniken unterscheiden sich. Von tendenziell günstig(er) bis teuer lassen sich die Geräte wie folgt staffeln: Digitale Nachtsicht (beginnend ab 500 bis 2.000 EUR), Röhren Nachtsicht (beginnend ab 2.000 bis ca. 10.000 EUR), Wärmebild Vorsatzgeräte (beginnend ab 2.500 bis 7.500 EUR) – Wärmebild ist damit tendenziell teurer als Nachtsicht. Hochleistungs-Nachtsichtgeräte wiederum sind in der Regel deutlich teurer als die meisten Wärmebildvorsatzgeräte). 

Was macht ein gutes Nachtsichtvorsatzgerät aus? 

Nachtsichtgeräte arbeiten mit Licht – genau wie das menschliche Auge – nur eben mit dem “Restlicht”. Deshalb werden sie auch “Restlicht-Verstärker” genannt. Vorhandenes Licht wird über Bildwandlerröhren oder Photo-Sensoren für das menschliche Auge sichtbar gemacht. Häufig wird das Restlicht durch Infrarot-Aufheller unterstützt. Es gibt Nachtsichtgeräte mit Bildwandler-Röhren sowie digitale Nachtsichtgeräte. Beide Technologien nutzen Licht bis ins Infrarot-Spektrum (ab 740nm bis über 1.000nm), um Nachtsicht zu ermöglichen. 

Unterschiede zwischen Röhren-Technik und Digital-Technik

Röhren Nachtsicht-Vorsatzgeräte 

Bildwandler-Röhren bilden die Umgebung nachts im Infrarot-Spektrum ab und nutzen dabei bewährte Technologie, die bis zum heutigen Tage perfektioniert wurde. Röhren-Geräte sind in der Bedienung einfach und häufig “aufs Wesentliche reduziert”: Montieren, ein Mal probeschießen, im Betrieb lediglich fokussieren – fertig. Kein Einschießen, kein WLAN, keine Video-Aufzeichnung, kein Bedien-Menü – nur das “Wesentliche” eben.

Qualität der Röhre – Die Leistung des Röhren-Nachtsichtvorsatzgerätes wird inbesondere durch die Bildwandler-Röhre bestimmt. Hochwertige Röhren sind in der Lage aus wenig Rest-Licht ein helles und dabei kontraststarkes Bild zu erzeugen. Zum einen ist die Röhrengeneration (siehe Erläuterungen unten auf der Seite) und die Güte (Reinheit, Anzahl der Linienpaare und Signalrausch-Verhältnis) bei der Qualität der Röhre wichtig. Beachten Sie bitte, das Bild-Röhren Unikate sind – jede Röhre besitzt ihre Eigenheiten was Helligkeit und Reinheit anbelangt. Viele Hersteller klassifizieren deshalb Röhren in unterschiedliche Güteklassen.

Reinheit der Bildröhre – je weniger (Staub-) Einschlüsse eine Röhre hat, desto “besser” ist sie – ähnlich wie Einschlüsse bei einem Diamanten. Große Einschlüsse (engl. “Spots”) beeinträchtigen mitunter die Wahrnehmung des Schützen und sind deshalb nicht gewollt. 

Linienpaare pro Millimeter (Lp/mm)– Bildwandler-Röhren besitzen sogenannte “Lienenpaare”, welche das Äquivalent zur Pixel-Dichte eines Bildschirms beschreiben. ABER: Mehr ist hier nicht immer sinnvoll, denn ab ca. 65 LP/mm kann das menschliche Auge keine weitere Verbesserung der Bildqualität wahrnehmen. 

Signal-Rausch-Verhältnis (S/N) – Ein schlechtes Signal-Rausch-Verhältnis wird dem Jäger sichtbar, wenn das Bild “verschneit”, ähnlich dem Bildrauschen einer Digitalkamera bei geringem Licht. Je besser das Signal-Rausch-Verhältnis desto weniger Bildrauschen und Artefakte bilden sich bei geringem Licht und desto besser kann es ohne zusätzlichen Aufheller betrieben werden. 

Das Optische System – Die Qualität und der Aufbau des Linsen-Systems haben natürlich auch einen Einfluss auf die System-Leistung. Grundsätzlich gilt: Je größer der Objektivdurchmesser und die Austrittspupille, desto mehr Leistung der Bildwandlerröhre kann realisiert werden.

Bild-Gefühl und Bedien-Gefühl eines Röhren-Nachtsichtgerätes: Röhrengeräte haben ein sehr klares und scharfes Bild. Das Bediengefühl kann man als sehr “direkt” bezeichnen. Man merkt, dass man direkt durch eine Bildröhre schaut und das Bild nicht durch eine Bildverarbeitung beeinflusst wird. Das (Infrarot-) Licht fällt direkt in die Röhre, wird in der Wellenlänge reduziert und trifft dann aufs Auge. Das Ergebnis ist ein scharfes Bild und keine Verzögerung. Ebenso gibt es in der Regel keine Einstellungsmöglichkeiten am Gerät (außer einer Helligkeitsregelung).

Digitale Nachtsicht-Vorsatzgeräte 

In den letzten Jahren haben digitale Nachtsichtgeräte Marktanteile gewonnen. Technisch funktionieren sie ähnlich wie digitale Fotoapperate. Ein Halbleiter-Bildsensor wandelt eintreffendes Licht (in diesem Fall bis in den Infrarot-Bereich) in ein elektronisches Signal um, welches verarbeitet wird und auf einem Bildschirm im Gerät dargestellt wird. 

Technologie & Auflösung des Photo-Sensors – Die Art und Auflösung des Sensors spielt eine wichtige Rolle für die Leistung des digitalen Vorsatzgerätes. Eine Auflösung von mindestens 640 x480 Bildpunkten ist heutzutage der Standard bei vielen Geräten, wobei einige Geräte auch bereits HD-Auflösung (1.024 x 768 Bildpunkte) bieten. Als Technologie kommt in der Regel ein CMOS Sensor zum Einsatz. 

Monitor, Bildfrequenz & Verabreitungs-Geschwindigkeit des Prozessors – Da der Jäger mit dem Auge bei digitalen Vorsatzgeräten im Grunde durch sein Glas auf den Bildschirm im Vorsatzgerät schaut, spielt die Qualität des Monitors sowie die flüssige Verarbeitung des Bildes durch den Prozessor eine wichtige Rolle. Heutige Geräte setzen überwiegend auf OLED Displays mit 1.024 x 768 oder 1.280 x 768 Bildpunkten. Je nach Gerät sind minimale Verzögerungen bei der Bewegung oder bei starken Helligkeitsveränderungen zu spüren.

Das optische System – Das Licht muss wie bei einer handelsüblichen Kamera auch, durch das Objektiv eingefangen werden. Je hochwertiger und größer das Objektiv (zumindest tendenziell), desto besser das Bild. Dies gilt auch für digitale Vorsatzgeräte. Eine möglichst große Austrittspupille unterstützt die System-Leistung des Gerätes ebenfalls.

Bild-Gefühl und Bedien-Gefühl eines digitalen Nachtsichtgerätes: Digitale Vorsatzgeräte haben einen Monitor im Gerät. Man muss sich klarmachen, dass man durch seine Zieloptik auf den Monitor schaut – mit allen Vorteilen (diverse Einstellungsmöglichkeiten der Bildverarbeitung, häufig Extras wie Aufnahmefunktion, Farb-Einstellungen, WLAN) und Nachteilen (ggf. minimale Verzögerungen des Bildes, Bildrauschen bei zu wenig Licht, “zu viele Einstellungsmöglichkeiten”, ggf. ein synthetisches Bild-Gefühl).

Übersicht aktueller Nachtsicht Vorsatzgeräte

PARD NV007A
Reduziert!
Pard Patronus NV007A Gen. 2
369,00 
Reduziert!
Pulsar Forward FN455
1.280,00 
Dipol DN37
Dipol DN37 Pro
ab 1.535,00 
Dipol DNS 400 digital mit Strahler
Reduziert!
Dipol D400 DNS (digital) inkl. IR-Strahler 940 nm
1.599,00 
Reduziert!
Electrooptic Nivex 3 NVD 356 (Plus digital)
1.669,00 
Dipol DN55 XT Nachtsicht Vorsatzgerät
Dipol DN55 XT
ab 1.940,00 
Dipol DN34 Pro Gen. 2 Nachtsicht Vorsatzgerät
Dipol DN34 Pro Gen. 2+
ab 1.940,00 
Guntec 525 GT Pro
Gun-Tec D-525 GT Pro
ab 2.389,00 
GunTec D-529
Gun-Tec D-529 GT Pro
ab 2.799,00 
Dedal 546 Nachtsichtgerät (Röhre)
Dedal 546 Gen. II+
ab 2.915,00 
LahouxLV-81 Nachtsichtgerät
Lahoux LV-81 Pro & Elite
ab 4.725,00 
Lahoux Hemera Nachtsicht Vorsatzgerät
Lahoux Hemera Pro & Elite
ab 4.725,00 
Reduziert!
Dedal 555 Gen. 3+
ab 5.649,00 

FAQ zu Nachtsicht Vorsatzgeräten

Vorsatz bedeutet hierbei “vor die Optik”. Nachtsicht Vorsatzgeräte sind so konzipiert, dass sie vor eine (Ziel-)Optik montiert werden können. Üblicherweise zum Antragen.*

Sowohl restlichverstärkende Nachtsichtgeräte als auch Wärmebildgeräte schaffen eine Sicht in der Dunkelheit und sind damit “Nachtsicht”-fähig. 

Üblicherweise werden Wärmebild-Beobachtungsgeräte bei der Jagd zum Abglasen, Erkennung und Ansprechen verwendet. Mit guten Wärmebildgeräten kann das Wild je nach Distanz und Größe sicher angesprochen werden. Zum Schuß (Antragen) wird Nachtsicht-Vorsatztechnik (Röhre oder digital) oder Wärmebild-Vorsatztechnik eingesetzt. 

Inzwischen kommen immer mehr Wärmebild Vorsatzgeräte am Markt, welche die vorgenannten Eigenschaften kombinieren sollen: Erkennen des Wildes, Ansprechen und Nachtsicht-Fähigkeit der Zieloptik zum Antragen. 

Nachtsichtgeräte zeigen ein detaillierteres Bild des Wildkörpers und vermitteln eine bessere räumliche Darstellung der Schuß-Situation für den Jäger. Dies ist ein großer Vorteil und spricht insbesondere bei guten Wetterbedingungen (kein Regen, kein Nebel) für die Nachtsichttechnik. 

Vorteil von Wärmebild zeigt sich jedoch bei schlechten Wetterbedingungen sowie generell der Fähigkeit “mehr zu sehen als es mit dem bloßen Auge möglich wäre”. Das soll heißen, der Jäger kann schnell über den Waldrand mit dem Wärmebildgerät schwenken und sieht sofort wo sich Wild befindet. Mit Nachtsicht ist das Ausmachen des Wildes häufig etwas schwieriger und erfordert ein geschulteres Auge. Soforn das Wild jedoch ausgemacht wurde, hat man mit Nachtsichttechnik ein detaillierteres Bild, welches auf (Infrarot-)Licht basiert und nicht nicht schemenhaft ist wie bei einer Wärmesignatur, bzw. Wärmebildtechnik. 

Dann schauen Sie sich unbedingt nach Nachtsichttechnik um! Ein weiterer Vorteil von Nachtsichttechnik ist die wesentlich einfachere Alltags-Nutzung der Geräte. Einfach aufstecken, einschalten und los gehts. Bei Nachtsichttechnik ist (gerade bei Röhrengeräten) kein Einschießen nötig, da keine Bildebenen ausgerichtet werden müssen. Anders bei Wärmebildgeräten – Je nach Modell muss hier mehr oder weniger penibel darauf geachtet werden, wie das Vorsatzgerät geklemmt wird, welcher Adapter verwendet wird und das die Montage auch im Revier exakt wieder so geschieht wie beim Einschießen des Vorsatzgerätes. Gerade Kunden, die nicht gut mit digitalen Menüs, Knöpfen und Bedienungsanleitungen arbeiten möchten empfehlen wir Nachtsichttechnik! 

Produktvorstellung & Empfehlung zu Nachtsicht Vorsatzgeräten

Nachfolgend stellen wir Ihnen unsere im VENARI Shop angebotenen Nachtsicht-Vorsatzgeräte kurz vor und schildern unsere Erfahrungen, sowie Rückmeldungen unserer Kunden zu den Geräten. 

Digitale Nachtsichtvorsatzgeräte

PARD NV007a Gen. 2

PARD NV007A
Preis ca. 529,- EUR

Nachsatzgerät  für kurze/mittlere Distanzen – integrierter fokussierbarer IR-Aufheller

> Nachsatz-Gerät das hinten auf das Glas geklemmt wird – daher keine Treffpunktverlagerung
> Extrem preisgünstig
> Reichweite bis 100m

Das PARD NV007a in seiner zweiten Generation ist eine digitale Nachsatz-Lösung zum Aufbau hinten auf die Optik. Der Vorteil einer Nachsatzlösung liegt im Ausschluss einer Treffpunktabweichung. Der Nachteil liegt darin, dass das Gerät eben nach hinten aufbaut und der Augenabstand – je nach Waffe, Montage und Glas – zu gering ausfällt. Das Gerät selbst hat eine reichhaltige Ausstattung (Video-Rec., WLAN, diverse Einstellungsmöglichkeiten) und besitzt einen integrierten IR-Aufheller (Bitte beachten Sie die Gesetzeslage in Deutschland!). Der Erwerb ist genehmigungsfrei erlaubt. 

Das Nachsatzgerät eignet sich für die Jagd auf kurze und mittlere Distanzen bei guten Sichtbedingungen. Der Strahler kann in Intensität und Lichtkegelgröße angepasst werden. Einige Jäger stört der Aufbau der Optik nach hinten. 

Tipp: Verwenden Sie zur Montage einen Speed Uni-Adapter um das Gerät flexibel auf Optiken montieren zu können.

Sytong HT-66

Syton HT-66 Digitales Nachtsicht-Nachsatzgerät (1)
Preis ca. 599,- EUR

Nachsatzgerät  für kurze/mittlere Distanzen – integrierter fokussierbarer IR-Aufheller

> Nachsatz-Gerät das hinten auf das Glas geklemmt wird – daher keine Treffpunktverlagerung
> Extrem preisgünstig
> Reichweite bis 100m

Das Sytong HT-66 ist ein Nachsatzgerät basierend auf dem PARD NV007A und kommt 2021 auf den Markt. Bisherige Videos lassen auf eine gute Leistung und Verbesserung im Gegensatz zum PARD hoffen. Die Leistung bei ausgeschaltetem IR-Aufheller soll sich deutlich verbessert haben. Verbaut wird ein Sony CMOS Sensor, welcher in Verbindung mit einem schnelleren Prozessor weniger Verzögerung im Bild (bei schnellen Bewegungen und Helligkeits-Änderungen) bieten soll. Die Adapter sollen zwischen PARD und Sytong austauschbar sein. 

Dipol D400 DNS digital

Dipol D400 DNS Digitales Nachtsichtgerät
Preis ca. 1.679,- EUR

Vorsatzgerät für mittlere Distanzen – sehr gutes Bild und durchweg positive Erfahrungen unser Kunden!

> Kompaktes Gerät mit guter Qualität
> Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
> Sicheres Antragen bis zu  bis 175m Reichweite
> Beobachtungs-Reichweite bis 500m (optimale Sichtverhältnisse)

Das D400 DNS von Dipol ist ein, wie von Dipol gewohnt, besonders robustes Nachtsicht Vorsatzgerät mit CMOS Fotosensor (752 x 576 Bildpunkte), 50mm Objektiv und 1.024 x 768 Bildpunkte auflösendem Bildschirm. Lassen Sie sich nicht von der recht geringen Sensor-Auflösung täuschen – das Bild des D400 DNS ist atemberaubend gut. Das Gerät ist sehr gut vorjustiert, sodass in der Regel keine Anpassungen zur Treffpunktlage gemacht werden müssen.

Preis-Leistungs-Tipp: Wir können über das D400 DNS nur Positives berichten. Das Bild ist äußerst gut und von einem soliden Röhren-Gerät kaum zu unterscheiden. Wir empfehlen dieses Gerät besonders gerne. Zu diesem Preis und sogar inkl. Strahler ist es eine sehr gute Wahl.

Röhren Nachtsichtvorsatzgeräte

Dipol DN34 Pro Gen. 2

Dipol DN34 Gen.2+ Nachtsicht Vorsatzgerät
Preis ab ca. 1.940,- EUR

Vorsatzgerät für kurze / mittlere Distanzen

Bewährte Technik – von sehr vielen Jägern verwendet
> preisgünstig, robust & langlebig 
Sicheres Antragen bis zu bis 175m Reichweite
> Gen. 2+ Bildwandlerröhre
> Bis zu 54 LP/mm

Das Dipol DN34 Pro mit Generation 2+ Röhre ist ein sehr beliebtes Nachtsichtvorsatzgerät. Es ist eines der meistverkauftesten Dipol Röhren Nachtsichtvorsatzgeräte und dies hat seinen Grund. Robuste und bewährte Technik sowie simple Bedienung und ein Wirken auf bis zu 175m sind hiermit möglich – den entsprechenden Aufheller vorausgesetzt. Hinweis: Dipol verwendet sehr saubere Bildröhren – wir konnten noch nie Einschlüsse oder sonstige Makel in den Bildröhren finden!

Dipol DN55 XT

Dipol DN55 XT Nachtsichtgerät
Preis ab ca. 1.940,- EUR

Vorsatzgerät für kurze / mittlere Distanzen 

Bewährte Technik – von sehr vielen Jägern verwendet
> preisgünstig, robust & langlebig 
Sicheres Antragen bis zu  bis 200m Reichweite
> Gen. 2+ Bildwandlerröhre
> Ca. 50 LP/mm

Das DN55 XT ist Nachfolger des DN34 Serie von Dipol. Die technische Basis der Geräte ist ähnlich, wobei das DN55 XT ein kompakteres Gehäuse besitzt. In Bezug auf die Leistung mussten beim DN55 XT dennoch keine Abstriche gemacht werden. Das Gerät ist mit einer Gen. 2+ Röhre ausgestattet, die auf ca. 50Lp/mm auflöst. Die Reichweite (Ansprechen) beträgt bei guten Bedingungen rd. 200m je nach Wild. Hinweis: Dipol verwendet sehr saubere Bildröhren – wir konnten noch nie Einschlüsse oder sonstige Makel in den Bildröhren finden!

Jahnke DJ-8 NSV (1x48 & 1x56)

Jahnke DJ-8 1x56 Nachtsichtgerät
Preis 1×56 ab ca 3.400,- EUR

Vorsatzgerät für kurze bis mittlere Distanzen Distanzen 

Solides Gerät aus Deutschland
> PHOTONIS Bildröhre
> Magnesium-Objektiv
> 56mm Objektiv 
> Außenliegender Fokus 

Das DJ-8 NSV ist ein alter Bekannter auf dem Markt für Nachtsicht Vorsatzgeräte in Deutschland. Wurde es in seinen unterschiedlichen Varianten in den letzten Jahren häufig verkauft, so wird es mittlerweile seltener nachgefragt. Das DJ-8 ist mit 56mm und 48mm Objektiv bestellbar. Es kommen unterschiedliche Leistungsklassen bei den Röhren zum Einsatz. Einige der Röhren sind eher am unteren Leistungsniveau einzuordnen (Leistungsklasse 1, s/n 14-22). Leistungsklasse 2 (s/n 21-25) liegt im Mittelfeld der Leistungsskala von Bildwandler-Röhren. Als Alternativen empfehlen wir Dipol DN34 / DN55 sowie das D-529 von Gun-Tec.

Dedel 555 Gen. 3+

Preis ab ca. 5.490,- EUR

Vorsatzgerät für besonders hohe Distanzen

Hochleistungsgerät mit Generation 3+ Röhre von KATOD
Lichtverstärkung bis Faktor 45.000
> Besonders Licht- und Kontrast-stark
> mehr als 64 LP/mm

Das Dedal 555 ist eine Neuentwicklung von Dedal und ist 2021 auf dem Markt gekommen. Das Vorsatzgerät ist mit einer Bildwandlerröhre der neuesten Generation (3+ / III+) ausgestattet, welche eine extrem hohe Lichtverstärkung von bis zu 45.000fach ermöglicht ohne den Kontrast zu beeinträchtigen. Das 555 von Dedal ist ein Röhre-Vorsatzgerät für Jäger, welche möglichst ohne IR-Aufheller wirken möchten und zudem auf hohen Distanzen jagen können möchten. Es eignet sich somit auch für Reviere mit hohem Feldanteil. Eine Besonderheit des 555 ist die Möglichkeit Treffpunktkorrekturen (z.B. weil das Gerät heruntergefallen ist) selbstständig, also ohne Fachwerkstatt, zu korrigieren. Hierzu können im Notfall die beiden Achsen über Verstell-Schrauben angepasst werden, womit das Gerät immer einsatzfähig bleibt. 

Lahoux LV-81

LahouxLV-81 Nachtsichtgerät
Preis ab ca. 4.725,- EUR

Vorsatzgerät für besonders hohe Distanzen – ECHO+ PHOTONIS Bildwandler-Röhren höchster Güte!

Höchste Leistung unter den Nachtsicht Vorsatzgeräten
> PHOTONIS ECHO+ Röhren
bis zu 2.000 FOM
> Signal-Rausch-Verhältnis bis zu über 30!
> Ca. 64 LP/mm

Beim LV-81 handelt es sich um eines der leistungsfähigsten Nachtsichtvorsatzgeräte auf dem Zivil-Markt. Lahoux fertigt die Geräte in den Niederlanden und verbaut besonders hochwertige Röhren von PHOTONIS. Optional sind sogar die leistungsfähigsten PHOTONIS Röhren bestellbar: ECHO+ Röhren mit unterschiedlichen FOM-Werten (max 2.000!). Lahoux ist der einzige Hersteller, der PHOTONIS Röhren dieser Güte verbaut und richtet sich damit an besonders ambitionierte Jäger. Der Vorteil eines LV-81 mit einer solche guten Röhre ist, das man das Gerät überaus lange ohne Aufheller betreiben kann, da es mit wesentlich weniger Restlicht arbeiten kann als die meisten anderen Vorsatzgeräte. Dabei überzeugt das LV-81 nicht nur mit der Helligkeit sondern auch mit überragendem Kontrast-Wert.

Zusammenfassung

Es gibt viele Nachtsicht Vorsatzgeräte für Jäger am Markt. In diesem Bericht haben Sie eine Auswahl professioneller Geräte gesehen, die aktuell von vielen Jägern genutzt werden. Die Wahl des passenden Gerätes unterliegt so einigen Faktoren. Wichtig aus unserer Sicht sind folgende Themenbereiche:

Stellen Sie sich für die Wahl Ihres Nachtsichtgeräts folgende Fragen:

1) Welche Jagddistanzen und typische Witterungsbedingungen herrschen über das Jahr hinweg in meinem Revier (Regen, Nebel, etc.)?
2) Möchte ich ein “reales Bild” (Röhre), ein “fast reales Bild” (Digital) oder eine “Wärme-Interpreation” der Umgebung (Wärmebild) für meine Nachtsicht?
3) Welches Budget habe ich zur Verfügung? (Digitale Nachtsicht bildet den günstigsten Einstieg in die Welt der Nacht-Jagd)

Haben Sie Fragen oder wünschen persönliche Beratung zu den Geräten? Kontaktieren Sie uns gerne per Telefon (0441 / 923 299 470) oder über die Chat-Funktion (unten rechts auf dem Bildschirm). Wir melden uns kurzfristig bei Ihnen!

Weitere Informationen zu Nachtsichtvorsatzgeräten

Wo ist die Jagd mit Nachtsichtvorsatzgeräten erlaubt?

Bitte bearchten Sie die aktuelle Gesetzeslage bzgl. Vorsatzgeräten für die Jagd, sowohl in Bezug auf das WaffG als auch die Landes-Jagdgesetze in Ihrem jeweiligen Bundesland. Der Erwerb der Geräte ist in Deutschland genehmigungsfrei erlaubt. Die Jagd ist in den meisten Bundesländern erlaubt – Nicht erlaubt ist i.d.R die Verwendung an der Waffe montierter IR-Aufheller in Verbindung mit dem Vorsatzgerät. 

Funktionsweise von Restlichtverstärkern mit Bildwandler-Röhre

Restlichtverstärker verstärken, wie der Name bereits erahnen lässt, vorhandenes Restlicht. Dabei werden Lichtteilchen, sogenannte Photonen, welche durch das Licht vom Mond, von Sternen oder durch Lichtemissionen des Nachts vorhanden sind, für das menschliche Auge sichtbar gemacht. Diese Lichtteilchen bewegen sich in Wellenlängen, die für den  Menschen sichtbar sind, aber auch in Wellenlängen, die für den Menschen nicht sichtbar sind. Das Licht im Wellenlängenbereich,  welches das menschlichen Auge nicht sehen kann, liegt im sogenannten Infraroten Lichtwellenbereich (IR). Ab einer Wellenlänge von ca. 700 Nanometer (nm) kann der Mensch Licht, nicht mehr als Licht erkennen. Nachtsichttechnik nimmt schwaches, vorhandenes, sichtbares Restlicht und nicht sichtbares infrarotes Licht auf, verstärkt dieses elektronisch, so dass das menschliche Auge es wahrnehmen kann. 

 

Im Folgenden sollen alle Technologien kurz vorgestellt werden.

Funktionsweise von Röhren Nachtsicht Vorsatzgeräten
  1. Schwaches Restlicht und infrarotes Licht (Photonen) treten durch das Objektiv ein.
  2. Die Photonen treffen auf eine sehr lichtempfindliche Oberfläche, die als Fotokathode bezeichnet wird. Die Fotokathode zerlegt die Photonen weiter in Subatomare Teilchen, die Elektronen.
  3. Die Elektronen treffen nun auf eine Fotozelle. Sie verstärkt und vervielfältigt jedes Elektron. D.h. es verlassen die Fotozelle viel mehr Elektronen  als sie „betreten“ haben.
  4. Die Elektronen, die die Fotozelle verlassen haben, treffen auf einen Leuchtstoffschirm, ähnlich dem Bildschirm eines altmodischen Fernsehers. Wenn die Elektronen auf den Leuchtstoff treffen, erzeugen sie winzige Lichtblitze, die das menschliche Auge als Bildpunkte wahrnimmt und aus denen sich das Gesamtbild zusammensetzt.
  5. Leuchtstoffschirme basieren auf Phosphor welches bei elektrischer Anregung aufleuchtet. Auf dem Markt sind sowohl Leuchtstoffschirme aus grünem als auch aus weißem Phosphor erhältlich, welches das zu sehende Bild in grün oder schwarzweiß abbildet. Die Wahl der Abbildungsfarbe liegt in der persönlichen Vorliebe des Nutzers.
Analoge Restlichtverstärker werden in „Generationen“ unterschieden.
Die Generation 1 (Lebensdauer max. 1000–2000 Stunden) arbeitet mit Bildwandlerröhren nach dem Inverterprinzip – eine Elektronenoptik ermöglicht höhere Verstärkung (1000–8000-fach) und auch eine Bildverkleinerung. Geräte der Generation 1 werden meist mit Infrarotbeleuchtung ergänzt. In modernen leistungsfähigen Nachtsichtvorsatzgeräten zur Jagd kommen keine Röhren der Generation 1 mehr zur Anwendung.  Als Standard kommen hier Röhren der Generation 2 + zum Einsatz.
Die Generation 2 (Lebensdauer etwa 10.000–15.000 Stunden) arbeitet zusätzlich mit einer Mikrokanalplatte (MCP) zwischen der Fotokathode und dem Bildschirm. Mikrokanalplatten stellen für jeden Bildpunkt (Pixel) einen Sekundärelektronenvervielfacher dar und ermöglichen eine bis zu 20.000-fache Restlichtverstärkung.
Die Generation 3 (Lebensdauer etwa 15.000 Stunden) ist eine weitere Verbesserung dieser mit Mikrokanalplatten arbeitenden Geräte. Hier wird zusätzlich das empfindliche chemische Galliumarsenid (GaAs) eingesetzt, wodurch eine bis zu 50.000-fache Lichtverstärkung erreicht wird.