Vergleich: Xeye E3 Max vs. Pulsar Helion XQ38F – Behält Pulsar die Oberhand?

Gerätevergleich: Pulsar XQ38F gegen Xeye E3 Max von Infiray

Wärmebildmonokulare der „oberen Mittelklasse“ im Vergleich – Pulsar Helion gegen Infiray Xeye. Die hier vorgestellten Geräte richten sich an Jäger & Tierbeobachter, die rd. 2.500 EUR ausgeben möchten und hierfür Geräte erhalten, die in verschiedenen Terrains und Jagdsituationen brillieren. Wir testen das XQ38F von Pulsar und das Xeye E3 Max von Infiray  (Xinfrared). 

 

Übersicht der Geräte

  • Preis: rd. 2.400 EUR
  • Sensor: 384 x 288 Pixel
  • Display: 640 x 480 Pixel
  • Zoom: 3.1 – 6.2 – 12.4fach
  • Wechselakku
  • WLAN / Aufnahmefunktion: ja
  • Gewicht: 420g
Wärmebildkamera Xeye E3 Max - Produktfoto schräg von oben
  • Preis: rd. 2.300 EUR
  • Sensor: 384 x 288 Pixel
  • Display: 1.280 x 960 Pixel
  • Zoom: 1 – 2 – 4fach
  • Integrierter Akku
  • WLAN / Aufnahmefunktion: ja
  • Gewicht: 450g

Erster Eindruck der Geräte:

Pulsar Helion XQ38F:

Das Helion ist Pulsar-Nutzern schnell vertraut. Es kommt im üblichen Pulsar Hartplastik-Gehäuse und Formfaktor daher. Äußerlich unterscheiden sich XP50, XQ50, XP38 und XQ38F kaum. Das Gehäuse besitzt eine Handschlaufe, massive Abdeckkappe und ein Wechsel-Akku-System. Das Gerät lässt sich sicher greifen, die Handschlaufe unterstütz dies. Mit seiner Länge von 22,6cm ist das Gerät zwar kompakt, jedoch nicht mehr einfach in der Hosentasche zu verstauen.

Infiray Xeye E3 Max:

Das E3 Max hat ein schwarzes Hartplastik Gehäuse mit einigen Sicken für sicheren Griff. Das Gerät lässt sich gut greifen, jedoch aufgrund der fehlenden Handschlaufe weniger sicher als das Pulsar. Die Linse wird durch ein Gummideckel geschützt, welcher sich jedoch relativ leicht löst (ggf. Nachteil beim Verstauen in einer Tasche). Das Gerät ist kürzer, jedoch breiter als das Pulsar. Insgesamt wirkt es etwas kompakter.

Lieferumfang

  • Pulsar XQ38F
  • Netzteil
  • Ladekabel
  • Ladestation 
  • Akku-Deckel
  • Reinigungstuch
  • Bedienungsanleitung
  • Xeye E3 Max
  • Ladekabel
  • Videokabel
  • Booklet / Bedieungsanleitung
  • Tasche 

Bedienung & Feldtest: Pulsar XQ38F

Das Gerät lässt sich in rd. 7 Sekunden starten. Über das ein-sekündige Drücken des Ein/Aus-Schalters wird das Gerät in den Stand-By-Modus versetzt. Die Fokussierung der Linse erfolgt durch den Drehkranz an der Linse. Die Justierung der Dioptrien für das Okular wird am Drehkranz des Okulars vorgenommen. Die Knöpfe sind gut erreichbar auf der linken Seite des Gerätes platziert.

Das Menü des XQ38F ist umfangreich. Gängige Einstellungen lassen sich schnell finden. Störend im Vergleich zum Xeye E3 Max: Farbpaletten werden über das Menü umgestellt. Über die Schnell-Wechsel-Taste (Pfeil nach oben) kann lediglich zwischen der Standart-Farbpalette (weiß=warm) und der aktuell im Menü gewählten Farbpalette gewechselt werden. Beim E3 Max kann man die Paletten komplett durchwechseln, ohne ins Menü zu springen. 

Bedienung & Feldtest: Xeye E3 Max

Das Gerät lässt sich in rd. 11 Sekunden starten. Die Tastenbelegung ist intuitiv. Alle gängigen Funktionen lassen sich direkt über die Tasten einstellen ohne ins Menü zu springen. Durch kurzes Antippen des Ein/Aus-Schalters wird das Gerät in den Stand-by Modus versetzt. Die 4 Farbpaletten (+ Bird-Modus) lassen sich direkt durch Betätigen des „P“-Knopfes durchwechseln. Das Bild ist flüssig und klar. Auffallend ist das im Vergleich zum Pulsar etwas „gröbere“ Bild in der hochsten Zoomstufe. Positiv hingegen ist das sehr klare Bild ohne den leichten weißen Schleier des Pulsar.  

Vergleichsaufnahmen durch das Okular

Pulsar Helion XQ38F

Infiray Xeye E3 Max

Vergleichsaufnahmen: Aufnahmefunktion des Gerätes

Pulsar Helion XQ38F

Infiray Xeye E3 Max

Vergleich: Stärken & Schwächen

Beide Geräte bieten sehr gute Bildleistungen. Das Pulsar überzeugt insbesondere beim Display, welches feiner auf das Auge wirkt. Das Xeye scheint in Sachen Bildsensor jedoch die Nase vorn zu haben. Wärmekontraste werden sehr gut wiedergegeben. Die Kontraste wirken „knackiger“ als beim Pulsar. Positiv am Xeye ist ebenfalls das Zusammenspiel von Okular und Display. Das Okular des E3 Max ist verhältnismäßig groß und die Krümmung der Linse im Okular ist flach. Dies führt zu einem überaus scharfen Bild beim schauen durch das Okular auch an den Rändern des Displays. Das Pulsar zeichnet ein feineres Bild, die Sicht durch das Okular ist an den Rändern des Display jedoch manchmal verschwommen. Die Krümmung der Linse im Okular scheint einfach stärker zu sein. Im Feld führt dies dazu das man mit dem E3 Max beim flüchtigen Blick durch Okular immer ein scharfes Bild sieht. Beim Pulsar muss man sich mit dem Auge exakt im Zentrum der Linse befinden, um auch die Seitenränder des Displays gut zu sehen. Dafür scheint das Bild im Pulsar im Zentrum schärfer als beim Xeye E3 Max.

Beispielaufnahmen: Xeye E3 Max & Pulsar XQ38F

Fazit: XQ38F vs. E3 Max

Beide Geräte bieten überzeugende Bildleistungen und sind vielseitig einsetzbar. Die Stärken des E3 Max liegen im Bereich des Sensors und der Einfachen Bedienung. Das Pulsar hingegen besticht mit dem feineren Bild.