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Im Artikel genannte Geräte

Wissenswertes

  • TFA 2.0 „SL“ – SL steht für „Shutterless“ (Engl., ohne Verschluss) – diese Technologie sorgt für das unterbrechungsfreie Bild
  • Die Variante TFA 2.0 hat eine Erkennungsreichweite von 2.0 Km, entsprechend hat das TFA 2.8 eine Reichweite von 2.8 Km

Dipol TFA 2.0 SL Wärmebildvorsatzgeräte: Test & Vergleich

Dipol TFA 2.0 SL - Wärmebildvorsatzgerät im Test

Zur Jahresmitte 2020 hat DIPOL das TFA 2.0 / 2.8 SL erstmals ausgeliefert. Das Gerät überzeugt genau wie der Vorgänger durch exakte Trefferpunktlage und sehr gute Wiederholgenauigkeit. NEU sind die erheblich vergrößerte Erkennungsreichweite von 2.000m und die vereinfachte Bedienung. Das erstmalige Einschießen gelingt bei dem Gerät im Handumdrehen. Ebenfalls überzeugend ist die verbesserte Austtattung des DIPOL TFA 2.0 SL.

Dipol liefert das neue TFA aus und wir haben es zum Test vorliegen. Im folgenden beschreiben wir unsere Testergebnisse.

Dipol TFA in zwei Ausführungen

Das Dipol TFA der neuen Generation kommt wie sein Vorgänger (TFA 1000 bzw. 1200) in zwei Varianten – das „kleine“ TFA 2.0 SL mit F40mm Objektiv und das große TFA 2.8 SL mit F55mm Objektiv. Die Aussagen zum TFA 2.0 gelten ebenso für das 2.8. 

Überblick über unser Test-Ergebniss

Das Dipol TFA 2.0 / 2.8 SL ist ein sehr leistungsfähiges Wärmebildvorsatzgerät. Der Schwerpunkt der Entwicklung von Dipol lag bei der großen Wiederholgenauigkeit und einfachen Bedienung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein Dual-Use Wärmebildgerät mit gutem Preis-Leistungsverhältnis - robust, ziel- und wiederholgenau und mit hoher Reichweite. Das neue Dipol TFA eignet sich für Jäger mit allen Arten von Revieren (Wald / Feld), die auf Distanzen bis zu 200m jagen.

Die Besonderheit der Dipol Wärmebild-Geräte ist die bereits bekannte „SL“ – Shutterless-Eigenschaft. Dies bedeutet, dass das Bild zur Kalibrierung zwischendurch nicht „einfriert“ was in unserem Test hervorragend funktioniert. Zudem gibt es kein Kalibrierungs-Geräusch („Klack“), wie es bei einigen anderen Geräten zu hören ist.

Das TFA 2.0 SL ist als Dual-Use Gerät konzipiert. Durch die große Austrittspupille (30mm) kann das Gerät gut als Beoachtungsgerät (Spotter) genutzt werden, ohne zwangsläufig ein Okular (optional) aufzuschrauben. 

In der Konfiguration als Wärmebildvorsatzgerät wird es mit Hilfe eines Klemmadapters fest auf die Tageslichtoptik montiert. Die Stärke des TFA ist die sehr einfache Anpassung der Treffpunktlage beim Einschießen. Das Gerät punktet zudem mit hoher Wiederholgenauigkeit beim Antragen. Ab- und Aufbau auf die Optik stellen also kein Problem dar. 

Die Bedienung ist gut strukturiert und geschieht über den Drehknopf an der Seite des Gerätes sowie 4 Tasten oben auf dem Gerät. Die Bedienung ist leise bis geräuschlos und das Menü reagiert sehr schnell auf die Eingaben.

Vorteil des TFA ist, dass das eingeblendete Menü sowie alle Einstellungs-Parameter sehr mittig angeordnet sind und die Bedienung auf den Vorsatz-Betrieb optimiert wurde. Im montierten Zustand können so alle Einstellungen vorgenommen werden, ohne das etwas vom Bildschirm, aufgrund der Vergrößerung der Tageslichtoptik, nicht sichtbar ist. 

DIPOL TFA 2.0 SL WÄRMEBILDVORSATZGERÄT | Shutterless | Wiederholgenau | Robust

  • Sensor: 384 x 288 Pixel
  • Display: 1.024 x 768 Pixel (OLED)
  • Absolut Wiederholgenau
  • Einfaches Einschießen
  • "Shutterless" - Kein "Einfrieren" des Bildes

Einsatz als Vorsatzgerät

Dipol TFA 2.0 SL im Test als VorsatzgerätDas TFA lässt sich als Wärmebildvorsatzgerät nutzen. Durch einen Klemmadapter (optional) kann das Gerät sicher auf eine Tageslichtoptik montiert werden. Zum Antragen muss das Wärmebildgerät eingeschossen werden. Im Test hat dies sehr gut funktioniert. 

Um das Vorsatzgerät mit der Tageslichtoptik auf eine optische Achse zu bringen wird das Bild nach dem Probeschuss in kleinen Schritten horizontal und vertikal justiert (Menüpunkt Bildkorrektur). 

Die Stärke des TFA 2.0 SL ist die hohe Widerholgenauigkeit bei De- und Re-Montage auf eine Tageslichtoptik. Zur schnellen Überprüfung der Ausrichtung des Absehen bei erneuter Montage des Gerätes, lässt sich eine Hilfstabelle einblenden. 

Es lassen sich 5 verschiedene Profile für unterschiedliche Jagdwaffen abspeichern. 

Details zum Gerät

Im ausführlichen Test haben wir uns alle Eigenschaften des TFA 2.0 SL angesehen. Hier einige Anmerkungen zu den Eigenschaften und Besonderheiten des Gerätes:

Welche Tageslicht-Vergrößerung kann eingesetzt werden? 

In unserem Test wurde ein Schmidt & Bender 1.8-8×50 eingesetzt. Zu große Vergrößerungen machen bei Vorsatzgeräte ab einem gewissen Punkt Probleme, da der Bildausschnitt durch die Vergrößerung immer weiter verringert wird. Das TFA kommt aufgrund des zentral angeordneten Menüs jedoch auch mit bis zu 6facher Vergrößerung zurecht. Darüber hinaus ist der Bildschirmausschnitt dann zwar sehr gering. Das Gerät bleibt im Grunde jedoch weiter einsetzbar. 

Bedienung des TFA 2.0 SLFokus

Das DIPOL TFA 2.0 kommt nun mit innenliegendem Fokus und oben am Gerät angeordneter Fokus-Stellschraube daher. Die Einstellung des Fokus gelingt damit besser und schneller als beim Vorgänger. Die Stellschraube ist angenehm zu drehen und nicht zu fest oder zu locker. Die Feinjustierung geschieht in spürbaren kleinen Schritten, wodurch der Fokus eine gute Rückmeldung gibt.

Robuste Tasten & Programmierbare Belegung

Der Startknopf ist im Gegensatz zum Vorgänger nun als Taster ausgeführt. Längeres Drücken startet, bzw. schaltet das Gerät aus. Kurzes Andrücken versetzt das Gerät in Standby.  Auf der Oberseite des Gerätes findet man den Video-Aufnahme taster (Startzeit ca. 8 Sekunden), den „Table“ Taster und die programmierbare „User „(Benutzer) Taste. 

Besonderheiten des Dipol TFA: 

Inversionsknopf: Durch den „Invert“-Knopf wird die Farbpalette auf schlag verkehrt, sodass schwierigen Sichtverhältnissen sofort begegnet werden kann. 

User-Taste: Benutzer-definierbare Taste, um verschiedene Menü-Funktionen direkt per Tastendruck auswählen zu können. Z.B.: Fartonpalette, Benutzerprofil, Super-Kontrast-Modus

Super-Kontrast-Modus

Im Kontrast-Modus wird die Farbtonpalette weiter ausgespreizt und Wärmequellen intensiver ausgezeichnet. Dies unterstützt bei schwierigen Sichtverhältnissen, bzw. zu homogenen Wärmesignaturen von Wild und Umgebung.

Stromversorgung

Das Gerät wird über zwei CR123A Akkus mit Strom versorgt. Die Akkus lassen sich schnell wechseln und der Schraub-Verschluss sitzt sicher. Das TFA kann aber auch extern mit Strom versorgt werden und dies gleich über zwei Wege: 1). per Powerbank mit Micro-USB Anschluss 2.) über den Jack 2.1 Anschluss des Gerätes.

Ist der Einsatz als Spotter (Beobachtungsgerät) möglich?

Ja – der Einsatz ist möglich. Die Austrittspupille ist mit 30mm angenehm groß, sodass auch das Revier auch ohne Okular abgeglast werden kann. Ansprechen könnte ohne Vergrößerung jedoch mitunter schwierig werden. Das TFA besitzt nämlich keine digitale Vergrößerung sodass nicht gezoomt werden kann.

Welches optionale Zubehör gibt es? 

Wichtigstes optionales Zubehör ist ein hochwertiger Klemmadapter (Empfehlung: Rusan ARM52 in passender Größe). Nutzen Sie hochwertige Adapter ohne Distanzringe, um einen ausreichenden Kraftschluss sicherzustellen. 

Um beim Betrieb als Handgerät auf eine Vergrößerung zurückzugreifen zu können, gibt es optionale Vergrößerungs-Okulare von Dipol bei uns im Shop.

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Unterschied zwischen TFA 2.0 SL und 2.8 SL

Das TFA 2.8 besitzt eine höhere Erkennungsreichweite, von (lt. Hersteller) rund 2.8Km. Die höhere Reichweite im Vergleich zum 2.0 SL (2.0 Km Reichweite) wird durch das größere Objektiv erreicht (F55 statt F40). Der Sensor und das Display sind in beiden Ausführungen identisch.

Vergleich zum Vorgänger

Vorgänger war das TFA 1000 bzw. 1200. Die Geräte verfügen über etwas andere Gehäuse, viele Funktionen sind bei den Geräten jedoch indentisch (Inversions-Taste, Nutzer-Profile, Sensor-Auflösung). 

Ein großer Unterschied beim neuen TFA ist die nochmals erheblich verbessere Reichweite des Gerätes sowie die nun einfachere Bedienung des überarbeiteten Displays.

Dipol TFA 1200 Wärmebildvorsatzgerät
Dipol TFA 1200
4.717,01 
Dipol TFA 2.8 SL - Wärmebildvorsatzgerät - VENARI
Dipol TFA 2.8 SL
4.550,00 
Dipol TFA 2.0 SL
Dipol TFA 2.0 SL
3.799,00 
Dipol TFA 1000 Wärmebildvorsatzgerät
Dipol TFA 1000
3.605,75 

Fazit des Tests

Das Dipol TFA 2.0 / 2.8 SL ist ein sehr leistungsfähiges Wärmebildvorsatzgerät. Der Schwerpunkt der Entwicklung von Dipol lag insbesondere bei großer Wiederholgenauigkeit und einfacher Bedienung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Ein Dual-Use Wärmebildgerät mit gutem Preis-Leistungsverhältnis – robust, zielgenau und mit hoher Reichweite.

Das neue Dipol TFA eignet sich für Jäger mit allen Arten von Revieren (Wald / Feld), die auf Distanzen bis zu 200m jagen.

 

 

Technische Daten

TFA 2.0 SLTFA 2.8 SL
Brennweite, Apertur:F40 / 1,0F55 / 1,0
Bildwechselfrequenz:50 Hz50 Hz
Reichweite: (für Objektgröße 0,5×1,8m)2.000m2.800m
Sehfeld, in Grad: 9,3 °х 7,0°7,5° x 5,6°
Optische Vergrößerung:1x1x
Wellenlänge, Mikrometer:8-148-14
Bildfarben:9 Farbtonpaletten9 Farbtonpaletten
Displaygröße:1.024 x 7681.024 x 768
Sensorgröße:384  x 288384  x 288
Pixelgröße:17µm17µm
Betriebszeit bei voller Batterieladung (+20)°ca. 4 Stundenca. 4 Stunden
Betriebstemperaturbereich-20 bis +50 C°-20 bis +50 C°
Max. Stoßbelastung:600G600G
Batterietyp:2 x CR123A Lithium (oder Wiederaufladbare Batterien, Typ: 2 x LC16340)2 x CR123A Lithium (oder Wiederaufladbare Batterien, Typ: 2 x LC16340)
Jack 2.1 & micro USB:5V / micro USB5V / micro USB
Schutzklasse: IP66IP66IP66
Gewicht, kg:0,50,6
Abmessung:178 x 76 x 105mm201 x 76 x 105mm