HIKmicro Thunder 3.0 - Technische Daten im Vergleich

TH35C 3.0 TQ35C 3.0 TQ50C 3.0 TQ50CL 3.0
Sensor 384 x 288, 12 µm 640 x 512, 12 µm 640 x 512, 12 µm 640 x 512, 12 µm
NETD < 15mK < 15mK < 15mK < 15mK
Brennweite 35 mm, F1.0 35 mm, F1.0 50 mm, F1.0 50 mm, F1.0
Sehfeld (H x V), Grad/m @100 m 7.5° x 5.7°, 13.2 m x 9.9 m 12.5° x 8.0°, 21.9 m x 14.0 m 8.8° x 7.0°, 15.4 m x 12.3 m 8.8° x 7.0°, 15.4 m x 12.3 m
Detectionsreichweite 1800 m 1800 m 2600 m 2600 m
Display 0.49″, 1920×1080 OLED 0.49″, 1920×1080 OLED 0.49″, 1920×1080 OLED 0.49″, 1920×1080 OLED
Akkutyp 2 austauschbare und wiederaufladbare Akkupacks 2 austauschbare und wiederaufladbare Akkupacks 2 austauschbare und wiederaufladbare Akkupacks 2 austauschbare und wiederaufladbare Akkupacks
Betriebszeit 6 h 6 h 5 h 5 h
Laser-Entfernungsmesser Wellenlänge: 905 nm, Messbereich: bis zu 1000 m, Genauigkeit: ± 1 m
Arbeitstemperatur / Luftfeuchtigkeit -30°C – 55°C (-22°F – 131°F); Luftfeuchtigkeit: 90 % oder weniger -30°C – 55°C (-22°F – 131°F); Luftfeuchtigkeit: 90 % oder weniger -30°C – 55°C (-22°F – 131°F); Luftfeuchtigkeit: 90 % oder weniger -30°C – 55°C (-22°F – 131°F); Luftfeuchtigkeit: 90 % oder weniger
Schutzklasse IP67 IP67 IP67 IP67
Abmessungen 143.4 mm x 67.5 mm x 72.9 mm 149.4 mm x 76 mm x 74.6 mm 150.3 mm x 83 mm x 78.1 mm 150.3 mm x 83 mm x 78.1 mm
Gewicht 460 g 500 g 540 g 540 g

HIKmicro Thunder 3.0 Erfahrungen – Unser Reviertest aller Modelle

14.03.2026

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HIKmicro Thunder 3.0 – Unser ausführlicher Erfahrungsbericht

Stockdunkler Wald, das Rascheln der Blätter – und ein Wärmebildgerät, das selbst bei maximaler Vergrößerung noch jedes Detail gestochen scharf abbildet. Genau das hat uns beim ersten Kontakt mit der HIKmicro Thunder 3.0 Serie beeindruckt. Wir vom Team Venari Jagd haben die neue Gerätefamilie intensiv im Revier getestet und möchten euch heute zeigen, was diese Geräte wirklich leisten – und für wen sie sich eignen.


Die Thunder 3.0 Familie im Überblick

Die Serie besteht aus vier Modellen, die von kurzen Waldansitzen bis zu mittleren Felddistanzen reichen. Im Fokus unseres Tests standen das TH35c, das TQ35c und das TQ50c – das TQ50cL mit integriertem Laserentfernungsmesser war zum Testzeitpunkt noch nicht lieferbar, wir sind aber schon sehr gespannt darauf. Allen vier Modellen gemein ist ein Sensor mit einer thermischen Empfindlichkeit von ≤ 15 Millikelvin (mK) – das ist das obere Ende dessen, was auf dem zivilen Markt heute erhältlich ist.

35 mm Linse · 384×288 Pixel Sensor · Seefeld 13,2 m / 100 m. Solider Einstieg in die Serie – ideal für Mischreviere und Distanzen bis ca. 150 m.
Einsteiger Oberklasse
35 mm Linse · 640×512 Pixel Sensor · Seefeld 22 m / 100 m. Breites Sichtfeld für Waldjagd und kurze Distanzen – unser persönlicher Favorit.
Unser Favorit
50 mm Linse · 640×512 Pixel Sensor · Seefeld 15,4 m / 100 m. Der Allrounder für Feld und mittlere Distanzen bis 200+ m.
Flaggschiff Allrounder
Baugleich mit dem TQ50c, jedoch mit integriertem Laserentfernungsmesser (LRF). Besonders hilfreich, wenn die Distanzschätzung im Wärmebild zur Herausforderung wird.
Mit Laserentfernungsmesser

Technische Eckdaten auf einen Blick

Sensor-Empfindlichkeit
≤ 15 mK
Display
1920×1080
Display-Größe
1,4 cm
Max. Vergrößerung
15×
Akkulaufzeit
~6 h
Einschieß-Klick
1,3 cm
Bildrate
50 Hz
Speicher intern
64 GB

Bildqualität und Display: Was das neue OLED leistet

Der entscheidende Sprung gegenüber der Vorgängerserie liegt für uns im neuen OLED-Display mit 1920×1080 Pixeln – auf einer Fläche von gerade mal 1,4 cm (0,49 Zoll). Das klingt nach einem technischen Detail, macht aber in der Praxis einen enormen Unterschied: Bei einfacher Vergrößerung sehen wir das gesamte Bild auf dem Bildschirm, ohne abgeschnittene Ecken. Erst ab etwa 2,5-facher Vergrößerung – je nach Tageslichtoptik – beginnen die Ecken leicht zu beschneiden.

HIKmicro bewirbt eine maximale Vergrößerung von 15-fach ohne Pixelsalat – und das können wir so bestätigen. Beim Einschießen wie auch am Wild haben wir bei 15-facher Vergrößerung noch genug Bildinformation für saubere Details. Im jagdlichen Alltag haben wir uns allerdings im Bereich zwischen 1,6- und 12-facher Vergrößerung am wohlsten gefühlt: Da ist die periphere Wahrnehmung noch gut genug und die Detailtreue bereits beeindruckend.

Technischer Hinweis

Alle Geräte der Thunder 3.0 Serie sind kompatibel mit Tageslichtoptiken einer Anfangsvergrößerung von 2,5× oder kleiner. Wer eine stärkere Optik hat, sollte die Kompatibilität vorab prüfen.


Welches Modell passt zu welchem Revier?

Das ist die Frage, die uns Kunden am häufigsten stellen – und die Antwort hängt vor allem am Seefeld, also dem Blickfeld auf 100 m Entfernung.

Das TH35c 3.0 kommt mit seinem 384er Sensor und der 35-mm-Linse auf ein Seefeld von 13,2 m auf 100 m. Das reicht für viele Situationen, aber bei einer Kirrung auf 50 m schrumpft das Seefeld schon auf knappe 7 m – da kann man sich schnell eingeengt fühlen.

Das TQ35c 3.0 ist durch seine Kombination aus 35-mm-Linse und 640er Sensor ein echter Gewinner für Waldjäger: 22 m Seefeld auf 100 m – das ist fast doppelt so viel wie beim TH35c. Für Kirrungsansitze, Drückjagden und Reviere mit kurzen Schussdistanzen ist das die perfekte Wahl. Dabei verliert man keine Detailreserven für etwas weitere Schüsse. Genau diese Kombination entspricht auch unserer eigenen Jagdsituation im Ammerland.

Das TQ50c 3.0 mit großer 50-mm-Linse und 640er Sensor bietet ein Seefeld von 15,4 m auf 100 m und ist der klassische Allrounder: von der Feldjagd bis zu mittleren Distanzen von 150–200 m absolut im grünen Bereich, mit besonders viel Detailreserve für kleine Ziele.

Waldjäger & Kirrung
Kurze bis mittlere Distanzen, dichtes Revier, Drückjagd – maximales Seefeld gefragt.
→ TQ35c 3.0
Feld & Mischrevier
Distanzen bis 200 m, Pirsch, Feldansitz – Detailreserve und Reichweite im Fokus.
→ TQ50c 3.0

TQ50cL 3.0: Wenn der Laserentfernungsmesser den Unterschied macht

Das TQ50cL 3.0 ist in jeder Hinsicht baugleich mit dem TQ50c – gleicher Sensor, gleiche Linse, gleiche Bildqualität. Der entscheidende Unterschied steckt im Kürzel „L”: ein integrierter Laserentfernungsmesser (LRF), der per Knopfdruck die exakte Distanz zum Ziel anzeigt.

Warum das im Wärmebild besonders relevant ist: Das Wärmebild liefert zwar ein eindrucksvolles Bild, aber es fehlen die gewohnten visuellen Tiefenhinweise des Tageslichts. Schatten, Strukturen, Geländemerkmale – all das, worauf wir am Tag unbewusst zurückgreifen, um Distanzen zu schätzen, ist im Wärmebild oft kaum erkennbar. Wer häufig das Revier wechselt oder unbekanntes Gelände bejagt, läuft Gefahr, Entfernungen falsch einzuschätzen – mit allen Konsequenzen für Treffpunkt und Wildbrethygiene.

Praxishinweis

Im Wärmebild fehlen die gewohnten Tiefenhinweise des Tageslichts. Gerade auf wechselnden Revieren oder in offenem Gelände kann die Distanzschätzung täuschen – und ein Fehlschuss ist die Folge. Der LRF nimmt dieses Risiko konsequent aus der Gleichung.

Der LRF ist direkt in die Optik integriert – kein externes Modul, kein zusätzliches Gerät. Per Knopfdruck wird die Entfernung eingeblendet und man kann sofort die richtige Haltepunktwahl treffen. Wer das TQ50c ohnehin für Feldjagd und größere Distanzen in Betracht zieht, sollte ernsthaft abwägen, ob das Plus an Sicherheit durch den LRF den Aufpreis rechtfertigt – wir würden sagen: in vielen Situationen ja.

Eine echte Neuerung gegenüber der 2.0-Serie ist der integrierte Handgeräte-Modus. Per kurzem Druck oder Doppeldruck auf die Menütaste schaltet das Gerät um – und plötzlich nutzt man den gesamten Bildschirm, inklusive der bereits aus der Cona-Serie bekannten Zoom-Pro-Funktion für digitales Hineinzoomen mit minimalem Qualitätsverlust.

Wichtiger Hinweis

Im Handgeräte-Modus ist das Gerät nicht mehr auf die Waffe eingeschossen – die Einschießprofile sind inaktiv. Vor der Verwendung als Vorsatzgerät unbedingt wieder in den Vorsatzmodus zurückschalten, damit das gespeicherte Profil greift.


Einschießen und Mehrfachprofile

Das Einschießen gestaltet sich dank des feinen OLED-Displays sehr präzise: Jeder Klick entspricht einer Korrektur von 1,3 cm auf 100 m – das ist deutlich feiner als bei vielen Mitbewerbern. Wer das Gerät auf mehreren Waffen nutzt, freut sich über die Möglichkeit, mehrere Einschießprofile zu speichern und einfach umzuschalten. Der Wechsel zwischen zwei Büchsen ist damit kein Problem mehr.

HIKmicro hat außerdem angekündigt, das Einschießen über die HIKmicro App mit einem zukünftigen Update zu ermöglichen – Korrekturen dann direkt am Smartphone vornehmen, ohne sich durch das Gerätemenü zu klicken. Das kennen wir schon von anderen Herstellern und freuen uns auf das Feature.


Schussausgelöste Aufzeichnung – praktischer als man denkt

Ein Feature, das wir im Revier wirklich zu schätzen gelernt haben: die schussausgelöste Aufzeichnung. Das Gerät zeichnet permanent auf, speichert aber nur ein einstellbares Zeitfenster vor und nach dem Schuss – wählbar in Schritten von 5, 7 oder 10 Sekunden.

Besonders praktisch: Man kann das aufgezeichnete Video oder Fotos direkt auf dem Gerät ansehen – noch auf dem Ansitz, direkt nach dem Schuss. Ist das Stück nicht im Knall gefallen oder man ist sich über den Anschuss nicht sicher, lässt sich im Video nachvollziehen, wie und wohin man abgekommen ist – und in welche Richtung das Stück abgegangen ist. Ein echter Mehrwert für die Nachsuche.

Praxistipp

Obwohl die Thunder 3.0 Geräte als gesetzeskonforme Vorsatzgeräte kein Absehen einblenden dürfen, kann man im aufgezeichneten Video ein Absehen zur Analyse der Schussposition einblenden. Das hilft beim späteren Nachvollziehen des Treffersitzes.


Shutterless-Technologie (HSIS): Kein Bildeinfrieren mehr

Wer schon Wärmebildgeräte genutzt hat, kennt das nervige Bildeinfrieren beim Kalibrieren – das kurze „Klack” alle 30 bis 120 Sekunden. Die Thunder 3.0 Serie ist mit einem Shutterless Image System (HSIS) ausgestattet, das den Sensor automatisch und ohne sichtbare Bildunterbrechung kalibriert. Das bedeutet: kein Einfrieren im falschen Moment, keine sukzessive Verschlechterung der Bildqualität im manuellen Modus. Im Revier ein echter Fortschritt.


Bildmodi – für jeden Geschmack

Neben den klassischen Modi Schwarz-Heiß und Weiß-Heiß bietet die Thunder 3.0 Serie mehrere zusätzliche Farbmodi: einen augenschonenden Sepia-Modus, verschiedene Falschfarben-Optionen und sogar einen Grün-Schwarz-Modus für alle, die das klassische Militär-Wärmebild-Look mögen. Wer keinen der Voreinstellungen mag, kann sich auch einen eigenen Bildmodus einrichten. Wir sind überzeugt, dass für jeden Jäger der passende Modus dabei ist.


Akkusystem: Bewährt und alltagstauglich

Das Wechselakkusystem wurde direkt aus der 2.0-Serie übernommen – und das ist gut so, denn es hat sich bestens bewährt. Jedes Gerät kommt mit zwei Akkus, die Laufzeiten von realistischen 6 Stunden ermöglichen. Wer noch länger auf dem Ansitz bleiben will, kann das Gerät auch über eine Powerbank betreiben. Das kompakte Bauformat bleibt dabei erhalten – an einer A8 mit 42-cm-Lauf ist selbst mit Schalldämpfer noch reichlich Luft.


Unsere Bewertung

Bildqualität
9,5
Bedienung
9,0
Verarbeitungsqualität
9,0
Akkusystem
9,2
Praxis-Funktionen
8,8
Kompaktheit
9,2

Stärken & Schwächen

Stärken
  • Herausragende Bildqualität durch OLED 1920×1080 auf 1,4 cm
  • ≤ 15 mK Sensor – Goldstandard im zivilen Segment
  • Shutterless-System (HSIS) ohne Bildunterbrechung
  • Bis zu 15× Vergrößerung ohne Pixelsalat
  • Bewährtes Wechselakkusystem mit 2 Akkus, ~6 h Laufzeit
  • Feine Einschieß-Klicks von 1,3 cm / Klick
  • Mehrere Einschießprofile speicherbar
  • Schussausgelöste Aufzeichnung mit Direktansicht am Gerät
  • Handgeräte-Modus für echten Dual-Use
  • Kompaktes, leichtes Magnesiumgehäuse
Schwächen
  • App-Einschießen noch nicht freigeschaltet (angekündigt)
  • TH35c mit 384er Sensor: Seefeld relativ eng (13,2 m / 100 m)
  • Im Handgeräte-Modus Einschießprofile inaktiv – Umschalten nötig

Fazit: Für wen lohnt sich die Thunder 3.0?

Wir haben das neue Thunder 3.0 schlicht nicht aus dem Wald rausgeschafft – und das sagt eigentlich alles. Die Abbildungsleistung ist absolut top, die Bedienung vertraut für alle, die HIKmicro-Geräte kennen, und wer neu einsteigt, ist nach einer Ansitznacht fit. Das Wechselakkusystem funktioniert zuverlässig, das kompakte Bauformat passt auf nahezu jede Optik.

Unser persönlicher Favorit ist das TQ35c 3.0 – wegen des breiten Seefelds von 22 m auf 100 m, das unserer Jagdsituation im Ammerland perfekt entspricht. Das TQ50c 3.0 ist der richtige Griff für alle, die mehr Distanz brauchen. Wer häufig das Revier wechselt oder sich in der Distanzschätzung im Wärmebild unsicher ist, sollte einen Blick auf das TQ50cL 3.0 werfen – der integrierte Laserentfernungsmesser ist kein Luxus, sondern eine echte Sicherheitsreserve. Und wer auf der Suche nach einem soliden Einstieg in die Oberklasse ist, findet im TH35c 3.0 einen verlässlichen Begleiter für Mischreviere.

Wir sind uns sicher: Mit einem Gerät der Thunder 3.0 Serie werdet ihr mindestens genauso zufrieden sein wie wir.

Ihr habt Fragen zur Thunder 3.0 Serie oder wollt wissen, welches Modell zu eurem Revier passt? Wir beraten euch gerne – persönlich im Laden in Rastede, telefonisch oder per E-Mail.

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